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Nageldesign

Nageldesign: Reverse Stamping mit Puzzlemuster


[Werbung*] Reverse Stamping. Eine Nageldesign Technik, die ich stets bei anderen bewundert, aber selbst noch nie ernsthaft umgesetzt habe. Vor Jahren habe ich einmal ein Reverse Stamping versucht. Hat nicht geklappt. Seither habe ich es nie mehr gewagt. Warum eigentlich? Denn die Technik ist wirklich einfach, wenn man es richtig macht. Heute weiß ich: damals habe ich viele Fehler begangen und bin direkt zu Beginn falsch an die Sache herangegangen.

Also Vorhang auf für mein erstes Reverse Stamping (…und das nachdem am 18.01.2020 dieser Blog 10 Jahre alt geworden ist…). Es gibt sogar ein kleines Mini-Tutorial zum Nageldesign.

Nageldesign Reverse Stamping

Puzzle-Design – die Inspiration:

Wer sich hier regelmäßig aufhält weiß, dass Stamping meine liebste Nageldesign Technik und MoYou London mein favorisierter Hersteller für Stamping Platten ist. Auf deren Instagram-Profil hatte Moyou London zu einem Nageldesign-Contest zum Thema “Colour of the Year 2020” aufgerufen. Denn dieses Jahr ist die Pantone Farbe des Jahres “Classic Blue” und so wollte MoYou London Nageldesigns in Blau sehen.

Mit dem Puzzle-Motiv der Stempelplatte “Games Collection 05” von MoYou London möchte ich verschiedene Blautöne miteinander kombinieren.

MoYou London Games Collection 05

Also hab ich mich in meine Nagellacksammlung vergraben und schöne Blautöne herausgesucht:

Ich bin ein Fan von Daumen/Mittelfinger/Ringfinger Designs. Sonst wirken die Fingernägel in meinen Augen schnell überladen, wenn jeder Finger ein Design abbekommt. Als Basis-Blau entschied ich mich für bikini so teeny von Essie. Das ist jedoch nicht mehr der ursprüngliche Farbton. Denn er hat Farbe verloren! Also habe ich vor langer Zeit versucht, dem Lack wieder ein wenig Intensität zu verleihen. Nachzulesen ist dieses Misch-Experiment mit bikini so teeny hinter dem Link (inklusive erschreckender Vergleichsbilder). Womöglich hat er seit der Misch-Aktion wieder an Farbe verloren… Wenn ich mir die Bilder hier so ansehe und mit damals vergleiche… Aber sei’s drum. Er war dennoch eine gute Basisfarbe für mein allererstes Reverse Stamping.

Die Farben für das Puzzle sind superior und blueberry von Picture Polish und Nordseemädchen von Herzlack. Alle enthalten dezente holografische Partikel und bilden zueinander einen Kontrast. Beim Fotografieren habe ich jedoch nicht darauf geachtet, den Holoeffekt herauszukitzeln. Daher sehen die Partikel einfach nur silbrig aus. Nur im unscharfen Hintergrund, hier zum Beispiel im Flächschen von blueberry, kann man die holografischen Partikel erkennen.

Reverse Stamping Tutorial:

Im Gegensatz zum normalen Stamping benötigt man für ein Reverse Stamping nur noch ein zusätzliches Werkzeug zum Ausmalen des Motivs. Und so gehts:

  • Unterlack lackieren (hier: Essie – millionails)
  • Nägel mit der Basisfarbe lackieren (hier: Essie – bikini so teeny)
  • mit weißem Stampinglack das Motiv von der Platte auf den Stempel übertragen
  • das Motiv mit Dotting Tool (oder einem Pinsel) und Nagellack ausmalen
  • das fertige Motiv auf dem Stempel ein paar Minuten trocknen lassen

Reverse Stamping Tutorial

  • die Nägel mit der zweiten Schicht Basisfarbe lackieren
  • den Lack auf den zu bestempelnden Nägeln nur soweit trocknen lassen, dass man beim Drüberstreichen noch hängen bleibt
  • den Stempel mit dem ausgemalten Motiv auf den Nagel drücken. Das Motiv bleibt auf dem Nagel hängen.
  • vorsichtig die Ränder andrücken und den überstehenden Rest des Motivs entfernen.
  • damit der Überlack nichts verschmiert, trage ich zuerst einen wasserbasierten Nagellack (hier: UNT Peel Off Base Coat) auf die Motiv-Nägel auf.
  • alle Nägel mit Überlack versiegeln (hier: Alessandro – Gel Look Top Coat)

Reverse Stamping

Schaut man nicht auf den Stempel sondern durch den Stempel durch, sieht man wie das Motiv mal aussehen wird. Es ist daher nicht schlimm, beim Bemalen die weißen Linien mitzubemalen, da man ja auf der Rückseite malt.

Reverse Stamping – warum erst jetzt?

Eingangs hatte ich kurz angeschnitten, dass ich ans Reverse Stamping bisher falsch herangegangen bin. Es gibt auch hier verschiedene Wege nach Rom und ich wählte damals den steinigen Weg und bin in einer Sackgasse gelandet. Ich habe das Reverse Stamping auf einer Nailart-Matte gemacht.

Wie in etwa das Reverse Stamping auf der Matte funktioniert, kann man in meinem Artikel Watercolor Flower Nageldesign nachlesen. Dort habe ich zum Test auf der Matte gestempelt. Ein Reverse Stamping wird daraus, wenn man statt des weißen Nagellacks durchsichtigen Nagellack wählt und dann das Motiv ausmalt. Dann müsste man das Ganze trocknen lassen, mit einer Pinzette von der Matte lösen, umdrehen und auf dem Nagel platzieren.

Dabei benötigt man eine zusätzliche Schicht Klarlack, um überhaupt auf der Matte stempeln zu können. Diese Extraschicht entfällt bei der hier gezeigten Direkt-auf-dem-Stempel-Methode. Zudem muss man ganz genau auf den Zeitpunkt achten, wann man die Nagellackschichten mit dem Motiv von der Matte entfernt. Löst man es zu schnell und es ist noch nicht richtig trocken, geht alles kaputt. Wartet man zu lange, wird alles hart und unflexibel. Zudem empfand ich diese zusätzliche Klarlackschicht als störend, da dadurch alles dicker wird. Das Ablösen von der Matte ist eine wahnsinnige Frickelei und das Platzieren auf dem Nagel kann Falten verursachen.

Da brauche ich nicht mehr dazu zu schreiben. Es ist für mich in echt genauso umständlich wie es sich in der Beschreibung anhört. Also habe ich diese Technik ad acta gelegt und mich erstmal nicht mehr daran versucht.

Aber: Diese Technik hat mich nie vollständig losgelassen. Zu schön ist es, wenn die Motive Farbe bekommen. Mut gemacht hat mir der Artikel von Steffy, welcher ein tolles Tutorial für das Reverse Stamping ist. Also beschloss ich dem Ganzen noch eine Chance zu geben und diesmal das Motiv direkt auf dem Stempel auszumalen.  Da ich einige Stempel habe, habe ich direkt mehrere Motive auf einmal ausgemalt. Und siehe da: es hat geklappt!

Reverse Stamping – mein Fazit:

Auch wenn es mehrere Möglichkeiten gibt ein Reverse Stamping zu machen, so finde ich die Stempel-Methode für mich die leichtere Lösung. Ich bin unwahrscheinlich froh, diese Technik nun endlich erfolgreich ausprobiert zu haben. Daher kann ich euch versichern: das ist nicht mein letztes Reverse Stamping gewesen. Im Gegenteil! Wer mir bei Instagram folgt (@nailsreloaded.de) wird wissen, dass ich es wieder getan habe.

Für mich bedeutet dieses Nageldesign, dass ich meinen Horizont wieder um ein kleines Stückchen erweitert habe. Das freut mich sehr, da ich mich stets weiter entwickeln möchte. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und mit Neugierde, Mut und Fleiß kann man viel erreichen.

 

An was habt ihr euch lange nicht herangewagt und dann mit neuer Herangehensweise doch Erfolge erzielt? Schreibt mir gerne in die Kommentare, ich freue mich auf eure Erlebnisse.

[* Werbung wegen Markennennung, Verlinkung. Produkte selbst gekauft]

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4 Kommentare

  • Antworten Ananka

    Great manicure and love the colours you have used. I also like your guide 😀

    Sonntag, 2. Februar 2020 um 18:41
    • Antworten Leni

      Thank you very much. Blue colours are timeless and always beautiful.

      Montag, 3. Februar 2020 um 10:16
  • Antworten Julia

    Ein wunderschönes Design 🙂 Ich benutze eigentlich immer die Stampingmatten-Technik 😀 So kann ich gleich mehrere Motive auf einmal vorbereiten 😉 Das abgezogene Motiv kann man dann ja dennoch auf den Stempel auflegen und so auf den Nagel drücken – dann hat man das Faltenproblem normalerweise auch gelöst 🙂

    Dienstag, 11. Februar 2020 um 13:14
    • Antworten Leni

      Es freut mich sehr, dass dir mein Design gut gefällt 🙂

      Da ich mehrere Stamper habe, geht das gleichzeitig arbeiten auch ganz gut 😉
      Aber das Motiv von der Matte dann mittels Stamper auf den Nagel zu drücken, ist auch eine gute Möglichkeit, um Falten zu minimieren 😉 Schon toll wie viele Wege es zum Ziel gibt.

      Mittwoch, 12. Februar 2020 um 15:47

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