Follow:
Sonstiges

Die kleine Rennmaus Tim

Nun melde ich mich nach langer Blogabwesenheit zurück und möchte euch wie versprochen meinen kleinen Tim vorstellen. Nachdem Frodo gestorben war, konnte ich Tom natürlich nicht lange alleine lassen. Rennmäuse sind sehr gesellige Tiere und sollten mindestens zu zweit gehalten werden.

Somit fuhr ich am Dienstag nach Frodos Tod zu einer großen Tierhandlung und fand dort eine große Auswahl an jungen und quietschfidelen Rennmausmännchen vor. Entschieden habe ich mich für diesen kleinen Fratz, den ich Tim genannt habe.
Auf dem zweiten Foto sieht man ganz doll, wie klein Tim gegenüber Tom ist. Dabei muss ich sagen, dass Tom weder dick noch irgendwie unnormal groß ist.
Und weils so schön ist, hier nochmal mein Tim in Aktion bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Fressen.
Man sieht ganz deutlich, dass die Proportionen sich noch ausgleichen müssen. Die Füsschen und der Kopf sind noch ein bisschen zu groß für den Rest des Körpers.
Die Bilder entstanden übrigens wenige Tage, nachdem sich der Kleine bei Tom ganz gut eingelebt hatte. Er ist sehr aktiv und wenn er wach ist, sitzt er nie still. Nur beim Fressen bekomme ich ihn ruhig vor die Linse…
An dieser Stelle sollte ich nun noch etwas zur Vergesellschaftung (so nennt man das Aneinandergewöhnen) von Rennmäusen erzählen. Mittlerweile habe ich darin jahrelange Erfahrung und schon zig Vergesellschaftungen erfolgreich durchgeführt.
Am Besten ist es, die Mäuse nicht sofort zusammen ins Terrarium zu setzen. Es besteht die Möglichkeit, dass wilde Streitereien entstehen, die auch schnell mal tödlich enden, wenn die Mäuse sich nicht “riechen” können. Daher habe ich bei meinen beiden Jungs die sogenannte Trenngittermethode angewandt. Dabei wird das Terrarium bis auf Streu komplett leer geräumt, in der Mitte geteilt und je eine Maus in die Abteile gesetzt. Dann kann man entspannt an der Gitterfront beobachten, wie die Mäuse aufeinander reagieren. Meine beiden Schnuckis standen beide am Gitter, haben die Näschen durchgeschoben und sich beschnuppert. So haben sie sich lange nicht bewegt und Tom ging gar nicht mehr weg vom Gitter. Immerhin war er bis dahin fast eine Woche alleine. Ziemlich lang für so eine kleine Maus…
Normalerweise würde man die Gittersituation so belassen und am nächsten Tag die Mäuse vertauschen, sodass sich ihr Geruch vermischt. Den Tausch vollzieht man ca. 2x am Tag und nach einigen Tagen sollte die Vergesellschaftung abgeschlossen sein und die Mäuse sich vertragen.
Nachdem sich aber meine Beiden total friedlich am Gitter verhalten haben, wagte ich am selben Abend noch den Versuch, Tom in Tims Abteil zu setzen. Sogleich beschnupperten sie sich ausgiebig, jagten sich ein bisschen in der Gegend herum. Allerdings machte es keinen aggressiven Eindruck und schien ganz normal zu sein. Ich legte meinen Süßen noch etwas Nistmaterial ins Terrarium und in der gleichen Nacht schliefen sie zu zweit im selbst gebauten Nestchen. Natürlich kabbelten sie sich die folgenden Wochen noch ein bisschen. Das wurde mit der Zeit immer weniger und jetzt kann ich sagen, dass sie richtige Freunde geworden sind.
Mittlerweile ist Tim gewachsen und nicht mehr ganz so winzig. So groß wie Tom ist er aber noch nicht.
Falls ihr irgendwelche Fragen zu Rennmäusen habt oder ich von den kleinen Rackern noch mehr erzählen soll, dann gebt in den Kommentaren Bescheid.

Weitere Artikel:

Voriger Artikel Nächster Artikel

12 Kommentare

  • Antworten LPunkt

    Ohh ist das ein süßer kleiner Fratz! Der sieht gegen Tom richtig mini aus 😀

    Ich wünsche dir viel Freude mit dem neuen Burschen ;D

    Mittwoch, 26. Mai 2010 um 18:19
  • Antworten TheLexaa

    Die sehen aber niedlich aus^^

    Freitag, 28. Mai 2010 um 10:00
  • Antworten Talasia

    Süüüüüüüüß ^.^ hatte früher auch mal Rennmäuse!

    Sonntag, 30. Mai 2010 um 8:38
  • Antworten Anonym

    Es wäre toll gewesen, wenn du niht in eine zoohandlung gegangen wärst, sondern th oder notstation

    Donnerstag, 10. Juni 2010 um 6:45
  • Antworten Leni

    @ Anonym: Ich brauchte ein junges Tier, bei dem ich mir gesundheitstechnisch total sicher bin, dass er meinen Tom nicht ansteckt. Und in der Zoohandlung meines Vertrauens hatte ich noch nie Probleme. Außerdem legen sie Wert auf ausgewogene Züchtung. Ich hätte Angst ein Geschwisterkind zu bekommen oder ähnliches. Und jung deshalb, weil es sehr schwer ist, zwei ältere Tiere aneinander zu gewöhnen.
    Kleiner Tipp: nächstes Mal vielleicht den Namen angeben bevor sowas kommentiert wird.

    Donnerstag, 10. Juni 2010 um 6:58
  • Antworten Samira

    Ach Gott ist der niedlich! Ich hab hier auch einige von den kleinen Tierchen sitzen. 🙂

    Mittwoch, 16. Juni 2010 um 21:31
  • Antworten Leni

    Mittlerweile ist Tim schon viel größer geworden. Von der Statur her ist er immer noch sehr zierlich. Er ist ein aufgewecktes, munteres und neugieriges Kerlchen. Ich guck mal, dass ich neue Bilder mache. Mäuse sind so schwer zu fotografieren, weil sie so flink sind 🙂

    Donnerstag, 17. Juni 2010 um 9:35
  • Antworten Mela

    Oh mein Gott, wie süüüüüß! =)

    Freitag, 4. Februar 2011 um 11:17
  • Antworten Hannii

    mein Mann und ich haben auch eine sehr große Liebe zu Wüstenrennmäusen und haben auch schon seit 4 Jahren welche. Was ich fragen wollte ist Tim ein RedFox? wir haben nämliche eine (wir haben nur Weibchen) und passend dazu heist sie natürlich Möhrchen =) dein Frodo sieht auf den Fotos sehr süß aus =)

    Sonntag, 31. Juli 2011 um 21:08
  • Antworten Leni

    @ Hanni: Hm, ich glaube eher, er ist ein Goldfuchs. Habe mir eben Bilder angesehen und ich denke, dass das am Besten passt. Aber die Unterscheidung zwischen Goldfuchs und Rotfuchs ist ja schon recht schwer. Aber die Mundpartie von Tim ist hell und das deutet für mich auf Goldfuchs hin.

    Montag, 1. August 2011 um 9:07
  • Antworten bluegirly2

    Hi naileni,
    mein Rennmausmännchen Bounty ist gestern verstorben und nun habe ich noch ein Männchen namens Pepito welcher übrig geblieben ist.
    Habe mich im Internet darüber schlau gemacht mit der VG.. allerdings habe ich da so meine Befürchtung, dass er keinen akzeptieren wird.
    Er selbst ist jetzt 4 Jahre alt und ich möchte ihn ungern allein lassen, da ich auch zur Schule gehe wieder und ich mich nicht ständig um ihn kümmern kann. Außerdem habe ich gelesen, dass man als Mensch der Maus sowieso nicht den Partner ersetzen kann.

    Nun meine Frage an dich: Soll ich ihn jetzt alleine halten und versuchen so oft wie möglich mich mit ihm zu beschäftigen oder soll ich ihm 2 kleine Rennmausmännchen dazusetzen?? Ich sage deshalb 2 weil ich ja nicht weiß, wie lange Pepito noch lebt.. da wäre dann wieder eine Maus alleine.. und da hätte ich dann wieder das gleiche Problem..

    Ich hoffe du kannst mir helfen.! Vielen Dank schonmal 🙂
    Liebe Grüße

    Donnerstag, 6. September 2012 um 10:56
    • Antworten Leni

      Hallo Bluegirl, das tut mir total leid für dich, dass dein Bounty gestorben ist. Ein sehr altes Männchen habe ich auch schon vergesellschaftet. Allerdings nur mit einer Maus. Ich habe irgendwie Angst vor 3er-Gruppen. Denn falls es zu dritt nicht funktioniert, habe ich kein Ersatzaquarium und auch keinen Platz dafür. Daher würde ich dir zu einer VG mit einem jungen Männchen raten. Deine Bedenken kann ich gut verstehen. Schließlich ist evtl. dann eine junge Rennmaus übrig, sofern Pepito nicht mehr lange leben sollte.
      Eine VG mit einer älteren Maus und einer jüngeren habe ich mittlerweile schon sicher 5x gemacht und es hat immer geklappt. Du wirst sehen, dein Pepito wird sich über Gesellschaft freuen.
      Wegen deiner VG und den Fragen allgemein, kann ich dir aber ein Forum empfehlen: http://www.rennmaus.de
      Auf dieser Seite gibts viele Infos zu den Rennern und die Mitglieder des Forums sind total nett.

      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Es wäre schön, wenn du mir berichten würdest, wie es mit deinem Pepito weitergegangen ist.
      Liebe Grüße

      Montag, 10. September 2012 um 6:28

    Schreibe einen Kommentar

    Ich akzeptiere