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[Nagelpflege] Nägel lackieren

Endlich geht es weiter in meiner Nagelpflege-Serie. Um das Thema Nägel lackieren habe ich mich bisher ein bisschen gedrückt. Ich hatte mir nämlich in den Kopf gesetzt, in bewegten Bildern zu zeigen, wie ich Nägel lackiere. Ein Video musste daher her. Und genau da habe ich gemerkt, warum ich Blogger bin und kein YouTuber. Aber nunmal der Reihe nach. Ich zeige euch nun Schritt für Schritt, wie ich meine Nägel lackiere.

Zuerst habe ich natürlich meine komplette Maniküre hinter mir. Die Nägel sind gekürzt und gefeilt. Die Nagelhaut ist entfernt. Meine Hände wasche ich vor dem Lackieren lediglich mit Seife und trockne sie gut ab. Es kann also losgehen. Meine Nägel sehen nun so aus:
Als erstes benötige ich natürlich Unterlack. Ohne diesen läuft bei mir nichts. Zurzeit verwende ich millionails von Essie. Mein Unterlack muss meinen Nägel Stabilität verleihen und im besten Fall den Nagel vor dem Farblack schützen. Nicht immer gelingt es mir damit, die Nägel vor dem Verfärben zu schützen. Im Moment sehen meine Nägel was Verfärbungen betrifft recht gut aus. Außerdem soll der Unterlack dazu beitragen, den Farblack länger an Ort und Stelle zu halten.
Nun lasse ich den Unterlack trocknen. Millionails trocknet sehr schnell. Wenn ich beide Hände lackiert habe, sind die Finger der ersten Hand schon trocken. Nun geht es an den Farblack. Wie eingangs schon erwähnt, wollte ich nicht nur das Ergebnis der ersten Lackschicht zeigen. Ich werde immer wieder gefragt, wie ich einen Nagel lackiere. Das ist in Worten schwer zu beschreiben. Aus diesem Grund habe ich mich an einem Video versucht.
Überschüssigen Nagellack streife ich am Flaschenhals ab. Dann beginne ich mit einem Strich von der Nagelwurzel bis zur Spitze und zwar in der Mitte des Nagels. Daran orientiere ich mich beim weiteren bepinseln. Das Ergebnis meiner ersten Lackschicht nun als Foto:
Nach der zweiten Lackschicht sind ein paar weitere Patzer hinzugekommen. Die Nagellackfarbe ist nun gleichmäßig intensiv auf allen Nägeln vorhanden. Auf den Bildern ist der Unterschied an Intensität nur sehr schwer zu sehen, da der Lack mit der ersten Schicht schon fast deckt. Wenn, dann sieht man den leichten Unterschied am Mittelfinger recht gut. Der ist nach einer Schicht Richtung Nagelwurzel noch etwas dünn lackiert. Mit der zweiten Schicht warte ich für gewöhnlich bis die erste Schicht gut angetrocknet ist. Also etwa 10-15 Minuten. Meistens surfe ich währenddessen auf anderen Blogs. Da merkt man kaum, wie die Zeit vergeht.
Nun müssen die Nägel gesäubert werden. Das mache ich nach wie vor mit meinem jahrelang bewährten P2 Color Correcting Pen. An Entfernerstiften ist er einfach der Beste. Dafür warte ich bis der Lack angetrocknet ist. Also so ca. 10 Minuten. Sonst kann es passieren, dass ich mit der Stiftspitze ein bisschen Lack mitziehe und ihn damit versaue. Während des Entfernens tupfe oder streiche ich den Stift immer wieder an einem gefalteten Kosmetiktuch sauber. Rein weiß wird die Spitze natürlich nicht, aber überschüssiger Nagellack wird abgetragen und der Stift funktioniert wieder besser.
Die Patzer entlang des Nagellacks entferne ich durch vorsichtiges Entlangstreichen am Rand der lackierten Fläche. Dabei arbeite ich mich immer weiter Richtung Lack vor. Damit bekomme ich am Ende einen schönen sauberen und geraden Rand hin.
Nun fehlt natürlich noch der Überlack, damit alles schön glänzt und der Lack länger hält. Dafür verwende ich den Sally Hansen – Insta-Dri. Der sorgt dafür, dass die Lachschichten ruckzuck komplett durchtrocknen. Sobald ich beide Hände mit Überlack bepinselt habe, kann ich die Finger der ersten Hand schon berühren. Lackpatzer durch Stöße oder Bettwäscheabdrücke habe ich schon lange nicht mehr gehabt.
Man sieht den Unterschied wirklich bei jedem Nagellack. Der Insta-Dri holt einfach nochmal alles aus der Farbe heraus und sorgt für ein super glänzendes Finish.
P.S.: Die verwendete Farbe ist die Nr. 374 von Kiko (Pearly Chocolate Noir), den ich zum Nikolaustag geschenkt bekommen habe.

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32 Kommentare

  • Antworten Aufgepinselt.de

    Wow, toll! Super Tipps. Also ich finde, dass das Video ganz gut gelungen ist!!!!

    Sonntag, 5. Januar 2014 um 10:50
    • Antworten Leni

      Hihi – danke dir 🙂 Wenn, dann würde ich nur so kurzes Zeug ohne Ton machen. Nebenher noch reden ist einfach nix für mich. Da finde ich bloggen 1000x reizvoller.

      Sonntag, 5. Januar 2014 um 11:15
  • Antworten Marina

    Uh, sogar mit Video. Ist dir super gelungen!

    Sonntag, 5. Januar 2014 um 12:32
  • Antworten Lila

    Das sieht so 10000 mal ordentlicher aus als bei mir 😀
    Ich denk jetzt ernsthaft über den Insta Dry an.. Aber das letzte Mal teurer Topcoat war ne ziemliche Nulnummer. Gibt es den auch bei DM? Müller haben wir bei uns und umgebung gar icht.

    Sonntag, 5. Januar 2014 um 14:37
    • Antworten Leni

      Manche DM haben eine Sally Hansen Theke. Musst mal bei DM auf der Homepage schauen. Ich hab da mal was in der Art gefunden. Das war als SH frisch zu DM kam. Da konnte man gucken, ob der DM um die Ecke das auch hat. Ich hab hier keine SH Theke. Immer wenn ich in einer anderen Stadt auf nen Müller oder auf einen DM mit SH treffe, kaufe ich 2 oder 3 Stück. 7,95 Euro gehen auch, für die Leistung und das tolle Ergebnis.

      Sonntag, 5. Januar 2014 um 18:22
    • Antworten Lila

      Ich finde den Filialfinder nicht. Kannst du ihn mir bitte raussuchen?
      Ich ha nur gelesen, dass es das bei Müller geben soll. Aber Müller haben wir im Umkreis von ca. 100 km nicht. Und sooo weit werd ich auch nicht fahren xD

      Montag, 6. Januar 2014 um 21:46
    • Antworten Leni

      War nicht leicht zu finden:
      http://www.dm.de/de_homepage/schoenheit/make-up
      Ich drücke dir die Daumen, dass du einen DM mit Sally Hansen in deiner Nähe hast 🙂 Mein nächster ist ca. 20 km entfernt, habe ich eben herausgefunden 🙂

      Dienstag, 7. Januar 2014 um 21:37
    • Antworten Lila

      Danke! In der Innenstadt. Geht also noch ^^

      Freitag, 10. Januar 2014 um 14:07
    • Antworten Leni

      🙂

      Freitag, 10. Januar 2014 um 14:09
  • Antworten Nagellack-Junkie

    Ein sehr interessanter Post und ich finde das Video auch gelungen! Ich bin nun auch etwas erleichtert, dass deine Nägel nach dem Lackieren nicht direkt so aussehen wie nach dem Korrigieren 😀

    Liebe Grüße
    Isabel

    Sonntag, 5. Januar 2014 um 16:53
    • Antworten Leni

      Natürlich nicht 🙂 Wie heißt es so schön: man muss das richtige Werkzeug haben 😉
      Ich male lieber daneben, wenn dafür der Nagel gleichmäßig bepinselt ist. Alles andere kann man wegmachen 🙂

      Sonntag, 5. Januar 2014 um 18:24
  • Antworten Valentina Anarhista

    Das nenne ich mal ein gelundener Post!!!
    Ich hatte schon mal Unterlacke von Sally Hansen und war extrem zufrieden. Das InstaDry kenne ich, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es wirkich kaufen sollte. Ist es von der Schnellgkeit der Trocknung eher mit Essie oder eher mit Seche Vite zu vergleichen?

    Liebe Grüße,
    Valentina

    Sonntag, 5. Januar 2014 um 17:29
    • Antworten Leni

      Ich habe Seche Vite nie gehabt. Die Inhaltsstoffe halten mich einfach davon ab. Ich hab Essie mal ausprobiert und kam mit ihm nichtmal annähernd so gut zurecht wie mit Insta-Dri. Gut, damals hatte der Essie noch den dünnen Pinsel. Bei Topcoat brauch ich Fläche beim Pinsel.

      Aber Petra von colorize me hat mal den Insta-Dri mit Seche Vite verglichen:

      http://mrspetruschka.blogspot.de/2011/04/top-coats-seche-vite-fast-dry-vs-sally.html

      Aufgrund von diesem Artikel bin ich zum Insta-Dri gekommen.

      Sonntag, 5. Januar 2014 um 18:29
  • Antworten Evy

    Schöner Farbton! Aber ich fand das Vid etwas langweilig.

    Sonntag, 5. Januar 2014 um 17:45
    • Antworten Leni

      Hihi, es sollte auch nicht spannend sein. Sondern nur den Ablauf zeigen, wie genau der Lack auf meine Nägel kommt. Wurde ich schon oft gefragt und das kann man das am Besten in einem Video sehen :))

      Sonntag, 5. Januar 2014 um 18:30
  • Antworten miss.love2807

    Ich find die Reihe sowas von interessant! Den Correcting Pen muss ich mir unbedingt näher anschauen *_*

    Sonntag, 5. Januar 2014 um 19:02
    • Antworten Leni

      Es freut mich riesig, wenn es dir gefällt und auch was bringt 🙂

      Sonntag, 5. Januar 2014 um 21:08
  • Antworten Neru

    So ein Posting darf nicht fehlen, schön das du uns deine Routine zeigst ;). Auch dein Video finde ich gut, aber deine Bilder sind übersichtlich und erklären deine Schritte perfekt!

    lg Neru

    Sonntag, 5. Januar 2014 um 21:48
    • Antworten Leni

      Ich danke dir 🙂

      Montag, 6. Januar 2014 um 9:27
  • Antworten Conny MilchSchoki

    mir waren diese Stifte auf Dauer immer zu teuer. Dafür lackieren ich zu viel. Ständig muss man die nachkaufen. Ich bin auf schmale, flache Pinsel umgestiegen, die ich in Entferner tauche und dann damit die Ränder reinige. Wird fast noch akkurater, als mit so einem Stift. Die muss man zwar auch irgendwann austauschen, aber eben seltener und so ein Pinsel kostet auch nu nen € oder so. Da tut das dann auch nicht weh. Danke für den Post.

    Montag, 6. Januar 2014 um 6:59
    • Antworten Leni

      Die Sache mit dem Pinsel habe ich ausprobiert. Irgendwie kam ich nicht so gut damit zurecht. Der P2 Stift hält am längsten und wenn er leer ist, hab ich meist noch saubere Spitzen übrig. In Entferner getunkt geht das dann noch immer. Daher habe ich mich mit der Pinselmethode auch nicht mehr weiter beschäftigt. Aber es ist unheimlich interessant, was es alles für Lösungen gibt 🙂

      Montag, 6. Januar 2014 um 9:31
  • Antworten kalimo

    Ich komm mit dem Insta Dri gar nicht klar, der macht bei mir immer so weiße Schlieren auf dem Lack.. sieht dann aus wie Kleberreste 🙁

    Montag, 6. Januar 2014 um 8:28
    • Antworten Leni

      Wow, das hatte ich ja noch nie gehört. Das klingt natürlich blöd. Aber so hat jeder seine eigenen Lieblinge 🙂

      Montag, 6. Januar 2014 um 9:32
  • Antworten LacquerVictims

    Diese Posts mochte ich schon von Anfang an total gern 🙂 Mal wieder ein super Post!!! 🙂

    Montag, 6. Januar 2014 um 12:24
    • Antworten Leni

      Das freut mich, wenn sie dir gefallen. Ich danke dir für den lieben Kommentar 🙂

      Montag, 6. Januar 2014 um 13:21
  • Antworten Wiebke

    Oooh, ich möchte auch gern eine so schöne Nagelform.

    Montag, 6. Januar 2014 um 12:52
    • Antworten Leni

      Dafür hast du eine wunderschöne Augenform und insgesamt tolle Augen. Man muss ja nur dein Profilbild angucken oder eben deinen Blog 🙂

      Montag, 6. Januar 2014 um 13:25
  • Antworten Tanja R

    Schöne Erklärung. Ich finde es heftig, wie sauber du die Ränder hinbekommst – alle Achtung! Ich nehm dafür meist ein Q-tip in Nagellackentferner getränkt, aber da muss ich höllisch aufpassen, dass ich nicht an den Lack komme. Korrekturstifte hatte ich auch schon – mein aktueller ist von essence. Bei dem ist die Spitze so schnell unförmig (so ca. nach der 3. Bnutzung), das geht gar nicht. Deshalb wieder die Wattestäbchen. Hält der P2 da länger durch?

    Montag, 6. Januar 2014 um 18:23
    • Antworten Leni

      Mit nem QTip könnte ich bloß grobe Patzer entfernen. P2 finde ich besser als essence. Musst du mal ausprobieren. Ansonsten sind Ersatzspitzen dabei und man kann die leicht tauschen. Über Nacht hat sich dann auch wieder alles vollgesogen.

      Die Spitze vom P2 wird schon weicher, aber nicht unförmig. Ich komme damit sehr gut klar. Bei Bedarf wird eben die Spitze gewechselt.

      Dienstag, 7. Januar 2014 um 12:10
  • Antworten Heike Poier

    Ich finde die Nagelpflege-Serie total klasse und sehr interessant.
    Ich schaffe es leider nie so sauber die Patzer vom Lackieren auszubessern.
    Aber ich hab mir jetzt auch den Stift von P2 gekauft und werde weiter "üben" 😉
    Liebe Grüße
    Heike

    Sonntag, 12. Januar 2014 um 12:39
    • Antworten Leni

      Mit dem Stift wird dir das sicher gelingen. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

      Sonntag, 12. Januar 2014 um 16:55

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